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Peterchens Mondfahrt ist ein Märchen für Kinder von Gerdt von Bassewitz. Es gilt heute als ein Klassiker der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.

Handlung Bearbeiten

Die Kinder Peterchen und Anneliese machen eines Nachts Bekanntschaft mit dem Maikäfer Herr Sumsemann, der nur fünf statt sechs Beinchen hat. Das liegt daran weil vor langer, langer Zeit seinem Urahnen ein Beinchen von einem Holzdieb abgeschlagen wurde. Der Urahn begegnete der Fee der Nacht, die den Holzdieb wegen seines sonntäglichen Waldfrevels mitsamt seinem Holzbündel auf den Mond verbannt hat. Als sie erfährt, dass an diesem Holz noch das sechste Beinchen des Maikäfers hängt, tat ihr Herr Sumsemann leid. Die Strafe kann und will sie aber nicht rückgängig machen. Aus Mitleid erlaubte sie ihm jedoch, mit zwei Kindern, die noch nie ein Tier gequält haben, zum Mond zu fliegen, um das Beinchen wieder zu holen. Doch alle vorherigen Sumsemänner scheiterten an der Aufgabe und die fünf Beinchen werden in der Familie Sumsemann von Generation zu Generation weitervererbt. Doch nun hat Herr Sumsemann in Peterchen und Anneliese die erwählten Kinder gefunden, die ihm helfen können das sechste Beinchen zurückzubekommen. Für Peterchen, Anneliese und Herrn Sumsemann beginnt eine fantastische Reise zum Mond. Sie treffen unter anderen das Sandmännchen und die Geister der Natur. Sie machen sogar einen Abstecher auf der Weihnachtswiese und dem Osternest.

Triva Bearbeiten

  • Als Vorbild für die Geschwister Peter und Anneliese sollen die gleichnamigen Kinder des Ärzteehepaars Eva und Oskar Kohnstamm gedient haben, in deren Sanatorium sich Bassewitz im Jahre 1911 zur Kur aufhielt.
  • Am 7. Dezember 1912 wurde Peterchens Mondfahrt als Märchenspiel in sechs Bildern mit Musik von Josef Achtélik und "in Scene gesetzt" von Paul Prina im Alten Theater Leipzig uraufgeführt.
  • 1915 wurde das Märchen dann als Buch mit Illustrationen von Hans Baluschek veröffentlicht.

Verfilmungen Bearbeiten

  • Im Jahr 1959 wurde die Geschichte unter dem Titel Peterchens Mondfahrt und der Regie von Gerhard F. Hering verfilmt.
  • Eine Neuverfilmung von 1990 als Zeichentrickfilm lockte 718.000 Besucher in die Kinos. Der Regisseur des 80-minütigen Films war Wolfgang Urchs, der Soundtrack wurde von Klaus Doldinger komponiert. 1997 strahlte KI.KA diesen Film erstmals als fünfteilige Serie aus. In diesem Zeichentrickfilm wird die Geschichte mit zusätzlich erfundenen Liedern erweitert. Die Gedichte der Naturgeister bei ihrer Ankunft im Schloss der Nachtfee hingegen wurden weggelassen.