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Leise rieselt der Schnee ist ein sehr bekanntes deutschsprachiges Weihnachtslied. Es ist nicht Teil der kirchlichen Weihnachtslieder, auch wenn ausdrücklich auf die bevorstehende Geburt Jesu als Christkind Bezug genommen wird.

Geschichte Bearbeiten

Der evangelische Pfarrer Eduard Ebel aus Graudenz (Pommern) verfasste das Lied unter dem Titel "Weihnachtsgruß" und veröffentlichte es im Jahr 1895 in seinem Gedichtband Gesammelte Gedichte.

Die Herkunft der Melodie ist unklar. Von Pfarrer Ebel ist nur das Gedicht bekannt.

In der textlichen Überlieferung gibt es einige wenige Abweichungen zum Originaltext (statt Still und starr liegt der See - Still und starr ruht der See; statt In den Herzen ist's warm - In den Herzen wird's warm).

Text Bearbeiten

Leise rieselt der Schnee,
Still und starr ruht der See,
Weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue Dich, Christkind kommt bald.

In den Herzen ist’s warm,
Still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue Dich, Christkind kommt bald.

Bald ist heilige Nacht;
Chor der Engel erwacht;
Horch’ nur, wie lieblich es schallt:
Freue Dich, Christkind kommt bald.

[1]


Weitere Verwendung Bearbeiten

Die eingängige Melodie lädt auch zum Umdichten ein. Unter Schülern war (und ist?) folgende Umdichtung bekannt

Leise rieselt die Vier
auf das Zeugnispapier,
Fünfen und Sechsen dazu;
Freue dich, sitzen bleibst du.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Eduard Ebel, Gesammelte Gedichte, Gaebel-Verlag, Graudenz 1895, S. 86.
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